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Tove Jansson

Über Tove Jansson

Die finnische Schriftstellerin, Malerin und Zeichnerin Tove Jansson (* 9. August 1914, † 27. Juni 2001) schuf bedeutende Werke in zahlreichen Sparten der bildenden und schreibenden Künste; es waren allerdings ihre Bücher, Bilderbücher und Comics über die von ihr geschaffene Trollfigur Mumin, die weltweite Bekanntheit erlangten.

Tove Janssons Elternhaus war sowohl binational als auch künstlerisch geprägt: ihre aus Schweden stammende Mutter Signe Hammarsten Jansson war Zeichnerin, Illustratorin und über Jahrzehnte eine der bedeutendsten Briefmarkenschöpferinnen Finnlands; ihr Vater Viktor Jansson war ein bekannter finnlandschwedischer, also zur schwedischsprachigen Bevölkerungsminderheit in Finnland gehörender, Bildhauer. Beide Elternteile gingen ihren Tätigkeiten zuhause nach, was Tove und ihre beiden jüngern Brüder Per Olov und Lars von Anfang an zu eigenen künstlerischen Laufbahnen anregte.

Toves älteste überlieferte Zeichnungen entstanden mit 2½ Jahren; in noch sehr jugendlichem Alter erstellte sie bereits Illustrationen zu Büchern und Bildergeschichten für Zeitschriften. Zum Erzählen und Schreiben fand sie ebenfalls früh. Von 1930 bis 1938 studierte sie Kunst und Illustration in Stockholm, Helsinki und Paris; ihre erste Ausstellung als Malerin fand 1943 statt.

Die Mumin-Bücher erschienen in loser Folge ab 1945 und erlangten innerhalb weniger Jahre internationale Bekanntheit; von 1954-1959 entstanden auch 21 Mumin-Comic-Episoden sowie in der Folge Bearbeitungen des Stoffs für Theater und Fernsehen.

Im Jahre 1960 gab Tove Jansson das Comiczeichnen an ihren Bruder Lars weiter, 1970 veröffentlichte sie unter dem Eindruck des Todes ihrer Mutter das neunte und letzte Mumin-Buch und schrieb fortan nur noch Bücher für Erwachsene, in denen »richtige« Menschen handeln. Daneben hörte sie nie auf, weiter zu malen, zu zeichnen und zu illustrieren.

Der Erfolg der Mumin-Werke führte dazu, dass Tove Jansson zu einer Art finnischer Nationalikone wurde. Ihr Bestreben, eher im einsamen Rahmen dem eigenen Schaffen nachzugehen (sie verbrachte die Sommermonate normalerweise im kleinsten Kreis auf einer winzigen Schäreninsel), ließ sich damit nicht immer vereinbaren. Jedenfalls übernahm sie kaum jemals öffentliche Ämter oder repräsentative Aufgaben.

Als Folge lebenslangen starken Rauchens war Tove Jansson in ihren letzten 10 Jahren schwer krank. Den immer wieder an sie herangetragenen Bestrebungen zur Kommerzialisierung des Mumin-Stoffs hatte sie sich größtenteils erfolgreich widersetzt. Heute halten verlässliche, teils zur Familie gehörende Menschen die Hoheit über sämtliche Verwertungsrechte und wachen über die Qualität aller Weiterverarbeitungen.


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