Zépé's Virtuelles Muminforschungszentrum
http://www.zepe.de/mumin


Das Mumin-Spiel

Das von Tove und Lars Jansson entworfene und gestaltete Muminspiel erschien verschiedenen Angaben zufolge in den 1950er-Jahren. Da die 1957 in WM debütierende Tooticki bereits am unteren Spielfeldrand vorkommt, sich dort aber noch passiv verhält (während der später durch sie teilweise ersetzte Schnupferich sogar Spielfigur ist), könnte die Entstehung des Spiels in unmittelbarer Nähe dieses Jahres einzugrenzen sein.

Während der illustratorische Anteil des Spiels durchgehend von Tove zu sein scheint, könnten auf Lars die Spielregeln und andere Ideen »im Hintergrund« zurückgehen.

Die Spielregeln beginnen mit einer kurzen Geschichte: Die Tasche der Muminmutter ist von einem Klippdass angenagt worden, und durch das Loch entschwanden der Schlüssel zum Marmeladenkeller, zwei Muscheln und acht hübsche Steine, während die Muminmutter angereiste Verwandte durch die ganze Umgebung führte. Nun müssen die Spieler – die als Spielfigur Mumin, Snorkfräulein, Muminmama, Muminpapa, Schnupferich/Mumrik oder Schnüferl/Sniff wählen können – reihum würfeln und den Schlüssel sowie einen Teil der anderen Sachen zum Haus zurückschaffen. Dabei gibt es viele Fallen im Spielbrett (welches eine Karte des Mumintals mit vorgezeichneten Wegen ist), zusätzlich 20 Ereigniskarten mit noch mehr Zwischenfällen sowie einige Regeln, wann man wem seine Beute abnehmen darf.

Das Spiel war von Anfang an zweisprachig schwedisch/finnisch. Es ist weiterhin in Skandinavien im Handel, allerdings heutzutage nur noch in einer grafisch modernisierten Form: Deckelbild und Spielplan sind nicht mehr in der originalen Verfassung (Hersteller früher: Alga, heute: Peliko). Und waren die Spielfiguren anfangs kleine Pappaufsteller, liegen heute Mumin-Figuren aus Plastik bei.

Die Schachtel in der Urfassung:

Zweite, bereits überarbeitete Version:
Heutige Version:

Der Spielplan in der Urfassung:

Zwei Abbildungen aus der Spielanleitung:

Die Illustrationen der Ereignis-Karten:

Auf den Ereigniskarten ist besonders häufig das kleine Tierchen Schatten/Sofus dargestellt, das hier wohl gleichsam als generische Figur für die eigentlichen Spielfiguren auftritt.


     Kartenrückseite:

Andere Mumin-Werke

Übersicht

Mumintrollet och kometen (Theaterstück)  •  »Föreningsbanken«-Broschüre  •  Muminspiel  •  Troll i kulisserna (Theaterstück)  •  Muminlieder  •  Bastelbogen  •  Dekoratives Design  •  Fernsehspiel 1969  •  Plakate  •  Ausmal- u. ä. Bücher  •  Fernsehspiel 1973  •  Muminoper  •  Dioramen


Zépé's Virtuelles Muminforschungszentrum
http://www.zepe.de/mumin
© Christian Panse
Impressum