Zépé's Virtuelles Muminforschungszentrum
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[GM] 

sv. Det osynliga barnet [och andra berättelser] (1963)
de. Geschichten aus dem Mumintal (Übers.: D. Bjelfvenstam 1966; B. Kicherer 2005)
fi. Näkymätön lapsi ja muita kertomuksia
en. Tales from Moominvalley

Personen:

Schnupferich, Titiuuh, ein junger Homsa nebst Brüderchen und Eltern, die kleine My und ihre Großmutter, eine Filifjonka, eine Gafsa, Mumin, Muminvater, Muminmutter, Mymla, ein jüngerer Hemul, der Stille liebende Hemul, Tooticki, das unsichtbare Kind Ninni, die Hatifnatten, Schnüferl, ein Mock und weitere kleine Gesellschaft, Snorkfräulein

Inhalt:

  1. Das Kapitel »Die Frühlingsmelodie« erzählt vom Schnupferich, der sich im Frühling auf seinen Wanderungen wieder dem Mumintal nähert und im Erfinden eines Liedes von einem kleinen Pelztier gestört wird, das ihn bewundert. Erst weist er es barsch ab, doch dann gibt er ihm einen Namen. Das hat zur Folge, dass das Tierchen ganz wichtig und geschäftig wird und sich nicht mehr um den Schnupferich kümmert...
  2. »Eine schreckliche Geschichte« berichtet von einem jungen Homsa, der unter der Phantasielosigkeit seiner Familie leidet, bis er eines Tages fortläuft. In einem Haus im Wald begegnet er der kleinen My, und er ist sehr entrüstet, als er merkt, dass sie ganz und gar nicht phantasielos ist, sondern ihn mit ihren Flunkereien erfolgreich aufs Glatteis geführt hat.
  3. In »Von der Filifjonka, die an Katastrophen glaubte« wird erzählt, wie die Titelfigur mit ihrer Angst und Nervosität ihre Umgebung (vor allem die humorlose Gafsa) nervt – bis eines Tages tatsächlich ein großer Sturm kommt und ihr wohlgehütetes Haus zerstört. Wo nun ihre Befürchtungen eingetreten sind, ist die Filifjonka geradezu erleichtert und kann sich endlich einem Neuanfang stellen.
  4. »Die Geschichte vom letzten Drachen der Welt« kehrt endlich zur Muminfamilie zurück. Mumin fängt im Frühling einen winzigen Drachen und zeigt ihn stolz dem Schnupferich, als der endlich aus dem Süden zurückkommt. Doch der Drache schmiegt sich zu Mumins Entsetzen an den Freund an, während er zu ihm selber abweisend ist. Schließlich gibt Schnupferich den Drachen einem Hemul mit, der ihn weit weg aussetzt; indes erzählt er Mumin, der Drache habe sich von selbst aus dem Staub gemacht.
  5. In »Von dem Hemul, der die Stille liebte« bekommt der Titelheld von seinen Verwandten einen alten Garten geschenkt, nachdem der Vergnügungspark, in dem er zu seinem Leidwesen arbeitete, von langen Sommerregenfällen zerstört wurde. Zuerst ist er froh, endlich allein zu sein, doch als er sieht, wie unglücklich die Kinder ohne Rummel sind, richtet er den Garten mit allem her, was der Regen übrig gelassen hat – unter der Bedingung, dass alles in Zukunft etwas stiller abläuft. Und siehe da, den Kindern gefällt es sehr gut.
  6. Das Kapitel »Das unsichtbare Kind« erzählt, wie Tooticki die kleine Ninni zur Muminfamilie bringt, die von ihrer Tante so verunsichernd behandelt wurde, dass sie unsichtbar geworden ist. Nur zögernd gewöhnt man sich aneinander; doch langsam gewinnt das Kind die Muminmutter lieb – und eines Tages, als der Muminvater nur so tut, als wolle er die Muminmutter ins Wasser schubsen, fasst Ninni endlich Mut zu eigenen Taten und beißt ihn; fortan ist sie sichtbar.
  7. In »Das Geheimnis der Hatifnatten« kommt die suchende Unruhe des Muminvaters wieder durch, stärker denn je – und eines Tages schließt er sich den Hatifnatten an, weil er glaubt, diese besäßen das Geheimnis wirklicher Freiheit. Nach langen Fahrten über das Meer und viele kleine Inseln durchschaut er endlich ihre ärmliche, emotionsfreie Existenz, und er kann zu seiner Familie und auf seine Veranda heimkehren.
  8. Die Geschichte »Cedric« handelt vom todunglücklichen Schnüferl – in einer Anwandlung hat er seinen Stoffhund Cedric verschenkt und trauert ihm nun hinterher. Mit einer gleichnishaften Erzählung kann der Schnupferich Schnüferl etwas vom Loslassen von Besitz nahebringen.
  9. Im letzten Kapitel »Der Tannenbaum« wird die Muminfamilie von hektischen Leuten aus dem Winterschlaf geweckt; alles Volk rennt hin und her und trifft Vorbereitungen, weil bald etwas namens Weihnachten käme. Die Familie schlussfolgert aus dem Verhalten der Talbewohner, dass es sich um etwas Gefährliches handeln müsse, und eifert allen beobachteten Handlungen so gut es geht nach; selbst ein Baum wird mit allen möglichen Dingen geschmückt, weil es anscheinend so sein muss. Dann trifft aber gar nichts Schreckliches ein, und gerade die ganz kleinen, verängstigten Wesen der Nachbarschaft sind sehr angetan von dem unkonventionellen Baum; man hat ein nettes Beisammensein. Die Muminfamilie fängt an zu glauben, dass die anderen Leute etwas missverstanden haben müssen...

Deutschsprachige Erscheinungsgeschichte:

Nur drei Jahre nach seiner schwedischsprachigen Ersterscheinung wurde dieses Buch 1966, übersetzt von Dorothea Bjelfvenstam, auf deutsch herausgegeben. Da das in der originalen Abfolge der Muminbücher frühere WM aber noch nicht übersetzt war, entspricht hier einmal mehr die deutsche Reihenfolge der Herausgabe nicht dem Original. 2005 wurde das Buch von Birgitta Kicherer neu übersetzt.


Benziger, 1966/74
(Ü.: Bjelfvenstam)

DDR-Ausgabe
(mit Fremdzeichnungen!)

Benziger bei Arena, 1993

Arena-Taschenbuch, 2005
(Ü.: Kicherer)

Arena-Hardcover, 2007

ZEIT-Edition, 2008

Bemerkungen:

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