Zépé's Virtuelles Muminforschungszentrum
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Muministischer Rundbrief April 2017

Date: Fri, 24 Mar 2017 19:17:52 +0100

Liebe Trollinnen und Trolle,

der Frühling lässt es überall knospen und anderweitig zum Vorschein kommen – dass diese Binsenweisheit auch auf dem Gebiete der Muministik gilt, ist ein echtes 2017er-Phänomen.

Neu herausgekommene Texte von Tove Jansson

Das Wichtigste zuerst: es gibt neuen Lesestoff von Tove Jansson!!! Wie das? Na so: es handelt sich in Wirklichkeit um recht alte Texte, die nun posthum wieder in Buchform erscheinen. Vor ihrer Mumin-Karriere war Tove Jansson beileibe nicht nur Malerin und Illustratorin, sie veröffentlichte auch immer wieder mal einige kurze Geschichten. Und auch später gab es Nebenlinien ihres Schaffens, in denen einzelne Texte entstanden.

Das Buch »Bulevarden och andra texter«, erschienen soeben (April 2017) im schwedischen »Förlaget«, versammelt elf Geschichten aus den 1930er- und 1940er-Jahren, vier aus den 1960er- und 1970er-Jahren und dazu Toves wahrscheinlich letzte Kurzgeschichte »En gang i en Park« (»Einmal in einem Park«) von 1997. Herausgeberin ist die Jansson-Expertin Sirke Happonen, die auch ein Vorwort und ein ausführliches Nachwort beigesteuert hat.

Das alles erstmal auf Schwedisch, so dass ich hiermit den deutschen Muministen, die diese Sprache noch nicht gelernt haben, ein bisschen gemein den Mund wässrig mache... Zumindest werde ich berichten, wie sich das »alte Zeug« liest und was für Bezüge zum späteren Werk es dabei gibt. Was ich bisher wusste, steht auf dieser Seite des Virtuellen Muminforschungszentrums:

http://www.zepe.de/mumin/erw1.php

Dort schreibe ich auch: »Ihre früheren Arbeiten im Bereich der Kurzgeschichte nahm Tove Jansson nicht in spätere Sammlungen auf, da sie ihnen als ›Jugendwerke‹ nicht denselben Rang zusprach.« Bald wird es dort eventuell anderes, auf jeden Fall jedoch mehr zu lesen geben.

ISBN: 978-952-333-056-6
Preis: 26,90 €
https://www.forlaget.com/bocker/bulevarden-och-andra-texter/

Die Mumins als Pixi-Buch, neue Folgen

Wir armen Deutschen, möchte man ausrufen. Aber es ist nicht so, dass wir gar nichts hätten. Zum Beispiel wäre da neuer Stoff, um unsere Kinder muministisch anzufüttern. Im März hat der Carlsen-Verlag in seiner »Maxi-Pixi«-Reihe vier Bändchen von Mumin-Nachschöpfungen herausgegeben (Serie 58, Nummern 234-237). Ich habe sie noch nicht vorliegen, gehe aber davon aus, dass die wenn auch quietschbunten so doch sehr gut gelungenen Zeichnungen vom finnischen Zeichner Sami Malila angefertigt wurden – verblüffend, wie »echt« der kann. Die Geschichten selbst sind wohl etwas, nun ja: was man so »kindgerecht« nennt; zwei basieren anscheinend auf existierenden Mumin-Comics, die anderen beiden eher auf freier Erfindung. Auch hier werde ich berichten.

ISBN: 978-3-551-03013-9 (für das 4er-Bündel)
Preis: 7,96 € (1,99 pro Band)
https://www.carlsen.de/kinderbuecher/softcover/maxi-pixi-serie-nr-58-4er-bundle-die-mumins/73002

Mumin-Hörbuch von Arena

Noch neuer, noch enger am Original gefällig? Der Arena-Verlag in Würzburg hat dieser Tage in seiner Audio-Sparte das Mumin-Buch »Eine drollige Gesellschaft« als Hörbuch auf drei CDs veröffentlicht, gelesen durch den Schauspieler Bjarne Mädel.

Mir persönlich hat sich das Format »Hörbuch« nicht erschlossen, die vorige Einspielung der »drolligen Gesellschaft« durch den unvergessenen Dirk Bach im Patmos Verlag liegt seit über 10 Jahren ungenutzt bei mir herum... daher weiß ich auch nicht, ob ich mir diese Ausgabe nun zulege – doch wollte ich es all jenen nicht verschweigen, die damit besser umgehen können als ich.

ISBN: 978-3-401-24085-5
Preis: 14,99 €
http://www.arena-verlag.de/artikel/die-mumins-eine-drollige-gesellschaft-978-3-401-24085-5

Selbst Titanic kennt die Mumins

Eine komischere (und ich lasse offen, ob das Wort hier im Sinne von »lustig« oder von »seltsam» steht) Frühlingsblüte treibt das Satire-Magazin »Titanic« in seiner aktuellen Aprilausgabe. Ein (wie in diesem Magazin häufiger der Fall) nicht sehr jugendfreier Artikel geht der Frage nach, wie sich eigentlich Kinderbuchhelden vermehren. Da bei den Mumins solche »unaussprechlichen Dinge« wenn überhaupt, dann nur sehr subtil im hintersten Hintergrund mitschwingen, kommt der Schreiber zum Schluss, dass die Mumins die Matrjoschka-Methode, mithin also Fortpflanzung durch Knollen oder Zellteilung, anwenden. Der Titanic-Hauszeichner war auf diesem Wege angehalten, Mumins zu zeichnen; ist ihm gar nicht schlecht gelungen, außer dass er nicht wusste, wo bei Mumintrollen der Mund sitzt. Das Bild hängt als diesmalige Zugabe an.

 

Damit grüßt wieder mal
Euer aller
Zépé

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